Die zweite Generation: vom Einzelhandel zum Großhandel

Geschrieben von
Geschrieben von Romy Luttikhuis
Die zweite Generation: vom Einzelhandel zum Großhandel
Die zweite Generation: vom Einzelhandel zum Großhandel

Nach den Anfängen von Frans Wegter in Delden bricht eine neue Phase in der Unternehmensgeschichte an. Eine Phase, in der der Grundstein für das spätere Wachstum gelegt wird. Diese Rolle kommt Nico Wegter zu, dem Sohn von Frans (dem Ersten, dem Großvater) und dem Vater von Marc.

Schon in jungen Jahren übernimmt er das Unternehmen. In einer Zeit, in der unternehmerisches Handeln noch vor allem lokal geprägt war, erkennt er die Chancen, den Blick über den Tellerrand zu richten. Während die erste Generation mit einem Laden und den ersten Formen des Handels den Grundstein legte, baut Nico Wegter das Unternehmen zu einem ernstzunehmenden Großhandelsunternehmen aus.

Vom Einzelhandel zum Großhandel

1960 wird das Geschäft in Delden verkauft. Eine wichtige Entscheidung, denn damit verlagert sich der gesamte Schwerpunkt auf den Import von Glas, Porzellan und Keramik. Es ist eine Entscheidung, die Weitsicht erfordert. Die Sicherheit, die das Geschäft bietet, wird aufgegeben, um Platz für Wachstum zu schaffen.

Dieses Wachstum nimmt schnell Gestalt an. Vor allem, weil sich das Unternehmen zunehmend auf größere Abnehmer wie Albert Heijn, Makro und Wehkamp konzentriert. 1964 lässt Nico Wegter ein neues Gebäude am Vossenbrinkweg in Delden errichten. Von dort aus werden Geschäfte in einem immer größeren Einzugsgebiet beliefert. Das Unternehmen entwickelt sich von einem lokalen Akteur zu einer Organisation mit größerer Reichweite.

Unternehmertum bedeutet, nach vorne zu schauen

Die folgenden Jahre stehen ganz im Zeichen von Expansion und Entwicklung. Der Handel wächst, das Sortiment wird breiter und das Unternehmen gewinnt immer mehr Kunden. Aber es geht nicht nur um das Wachstum in der Größe. Es ist vor allem die Art des Unternehmertums, die den Unterschied ausmacht. Nico versteht, dass Stillstand keine Option ist. In einer Zeit, in der viele Unternehmen in ihrer Heimatregion verharren, blickt er gerade weiter in die Zukunft. Er ist bereit, zu investieren, Risiken einzugehen und Chancen zu nutzen, die andere vielleicht ungenutzt lassen.

So reagiert das Unternehmen Mitte der 70er Jahre auf eine neue Entwicklung auf dem Markt. Gastronomiegroßhändler, die sich bis dahin hauptsächlich auf Lebensmittel konzentriert hatten, erweitern ihr Sortiment um Non-Food-Artikel. Wegter erkennt diesen Wandel und passt sich ihm an, wodurch eine neue Kundengruppe hinzukommt und sich das Unternehmen in einem wachsenden Markt weiterentwickeln kann.

Gleichzeitig gewinnt auch der Einkauf von Produkten außerhalb der Niederlande zunehmend an Bedeutung. Während frühere Generationen bereits vorsichtig über die Grenze blickten, wird dies in dieser Zeit weiter ausgebaut. Dies legt den Grundstein für den internationalen Handel, der später eine wichtige Rolle spielen wird.

Sich dem Wandel anpassen

Der Markt verändert sich in dieser Zeit rasant. Neue Akteure, andere Beschaffungswege und Skaleneffekte sorgen für eine Dynamik, in der Flexibilität unerlässlich ist. Nico reagiert darauf, indem er das Unternehmen kontinuierlich anpasst und weiterentwickelt. Nicht mit großen Worten, sondern indem er das tut, was nötig ist. Praktisch, nüchtern und mit Blick auf die langfristige Entwicklung. Es sind Entscheidungen, die vielleicht nicht immer sofort sichtbar sind, die sich aber als entscheidend für die Ausrichtung des Unternehmens erweisen.

Die stille Kraft hinter dem nächsten Schritt

Das Besondere an der Ära unter Nico ist, dass das Unternehmen in diesen Jahren wirklich gefestigt wurde. Die Grundlagen wurden gestärkt, der Kurs festgelegt und die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen.

Wenn später die nächste Generation das Ruder übernimmt, gibt es ein Fundament, auf dem weiter aufgebaut werden kann. Ein Fundament, das durch Unternehmergeist, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, vorausschauend zu handeln, entstanden ist.

Der Wechsel von Frans zu Nico Wegter markiert somit mehr als nur einen Generationswechsel. Es ist der Moment, in dem der Grundstein für das Unternehmen gelegt wird, wie wir es heute kennen.